Donnerstag, März 23, 2006

Als ich mal richtig blöd war...

Bitte erst den vorigen Post lesen. Viele gute Eigenschaften habe ich nicht, aber ich stehe zu meinen Fehlern. Weniger aus Überzeugung als eher aus Angst, daß sowieso alles ans Licht kommt. Ich habe genügend schlechte deutsche Serien gesehen, in denen am Ende alles ans Licht kommt, als daß ich nicht dran glauben würde.

Also, mich hat das ja nicht losgelassen mit der Karte. Also hab ich sie noch mal reingefriemelt. Und irgendwann erschien "nur noch zwei PIN-Versuche" im Display. War schon mein zehnter Versuch, ich hab die nächsten wieder verdaddelt und irgendwann kam dann echt "jetzt bitte PUK" eingeben. Na gut. Und dann erschien da mein Display, aber da stand "Gerät gesperrt - Anbietercode". Oh nein. Natürlich hatte ich schon mal von Simlock gehört. Aber ich dachte, das hätte man nur bei Vertragshandys. Es war mal wieder die gefährliche Mischung aus meiner unvergleichlichen Naivität und dem Hang, mir alles mit meiner eigenen Logik erklären zu müssen, die mich in diese Scheiße geritten hatte (das steht bestimmt mal auf meinem Grabstein). Schweiß brach mir aus. Also tat ich das, was ich immer tat, wenn ich nicht weiterwußte: Ich warf Google an. Gibt man bei Google "Anbietercode" und z.B. den Typ seines Handys an, so erscheinen zahlreiche Seiten, häufig im Ausland betrieben. Klickt man auf diese, erhält man Anleitungen, wie man jedes Handy entlocken kann. Das ist ganz leicht. Man braucht nur ein Kabel (Originalkabel. Man kann aber auch ein anderes nehmen und ein paar Widerstände zusätzlich einbauen) eine Software, muß irgendeinen Testpoint kaputtmachen und dann irgendwie in das Handy reinhacken. So. Wenn man schon mal die Deutsche Bank oder sonst einen Zentralcomputer gehackt hat, das reinste Kinderspiel. Nun könnte ich noch nicht mal einen Atari hacken und vor allem wollte ich auch nicht hacken. Ich bezahle sogar meine GEZ-Gebühren. Und ich möchte nachts noch ruhig schlafen können.

Ich stand also kurz davor, mir mein Scheitern einzugestehen. Scheitern ist nicht schlimm.
Wieder versuchen. Wieder scheitern. Besser scheitern. Wußte schon Samuel Beckett. Doch insbesondere nach dem letzten Post war die Sache peinlich. Und ärgerlich Wieso haben die einfach das Recht, mein Handy für immer an sich zu binden? Es soll für immer an mich gebunden sein. Doch die Erlösung kam, und sie war, ein letztes Mal, magentafarben. Treue soll belohnt werden, und wer seinem Handy mehr als 24 Monate treu ist, den gibt T-mobile frei. Doch zunächst mußte das Aufgebot bestellt werden. Die Email ist schon abgeschickt und nun soll es nicht länger als 14 Tage (ich bin im Moment zu schwach, um mich darüber jetzt noch aufzuregen) dauern, bis ich meinen Anbietercode habe. Und wer durch Googeln auf diese Seite kommt: Der gilt nur für mich. Hackt wen anders oder euch selbst oder euer Handy, bitte! Mein Handy und ich, wir haben uns für den anderen aufgespart. Und irgendwie ist sie nun doch da: Die Liebesbeziehung zu meinem A 50.

6 Comments:

At März 24, 2006 8:22 vorm., Blogger Sophie said...

Diese Schweine von der Telekom!! Wer soll das auch ahnen, dass die, Verzeihung, selbst solche alten Handys mit Karte an sich fesseln? Aber das ist ja meine Theorie: Die Zeiten der Zwangsehe sollten ruhig wieder eingeführt werden. War alles unkomplizierter. Da wäre man dann auch gar nicht auf die IDEE gekommen, einen neuen Gatten, äh, Ehepartner zu wählen.

Nicht entmutigen lassen von diesem kleinen Vorfall. Im Grunde warst du schon im Recht mit diesem Call Center! Du musst ein Schwein sein in dieser Welt, wusste sogar schon die Prinzen, die alten Ossis. Sogar die.

Ich wünsch dir nur, dass das Handy dann auch bald mal betriebsbereit ist...

 
At März 24, 2006 10:13 vorm., Blogger Miss Sophie said...

Die Frau im Callcenter war auch so unfreundlich und nölig, daß ich gar kein schlechtes Gewissen habe.

Bezüglich der SIMlock-Geschichte hätte ich mich vorab schon ein bißchen besser informieren können. Dann hätte ich mich schon am Montag darum kümmern können und könnte nun vielleicht schon "ohne Schickschnack", wie debitel so schön sagt, telefonieren. Service scheint für die aber grundsätzlich Schnickschnack zu sein. Na gut, man kann eben nicht alles haben. Immerhin funktioniert das Handy ja auch immer noch mit der alten SIM-Karte.

 
At März 24, 2006 9:58 nachm., Blogger Sophie said...

Du kannst dich doch immerhin damit trösten, dass Service auch für die Telekom Schickschnack zu sein scheint... Da hast du also nichts bei verloren, wie man sagt. Ist ja echt reizend, dass es mit der alten Karte noch geht. Ich hätte es auch nicht erstaunlich gefunden, wenn die Telekom das vorsichtshalber schon mal abgestellt hätte...

 
At März 27, 2006 10:20 nachm., Blogger Miss Sophie said...

Heute habe ich meinen Code tatsächlich bekommen und er hat sogar funktioniert. Nun habe ich bloß immer noch ein kleines Problem, denn die neue SIM-Karte habe ich noch nicht und wenn ich nun einfach die alte benutze, die ja doch nicht schrott ist, sehen die das doch und merken dann vielleicht, daß ich bloß zu doof war. Und dann kriege ich die 5 Euro nicht gutgeschrieben und außerdem stellen sie mir vielleicht noch die neue SIM-Karte in Rechnung und am Ende werde ich mit einem Fluch belegt, daß ich für immer bei T-mobile bleiben muß. Also wird noch ein bißchen auf die neue Karte gewartet.

 
At April 22, 2006 12:59 nachm., Blogger Ratilius said...

ich bezweifle, dass die firma wg. fünf euro ermittlungen anstellen wird.

es sei denn, dein blog ist so vielgelesen, dass es ihnen zu ohren kommt :-)

 
At Juni 27, 2006 7:26 nachm., Anonymous Anonym said...

andrea said:
hey miss sophie,
mir geht's aehnlich wie dir.. ich hab gestern mein handy nschalten wollen und irgendwie muss meine tastatur verrutscht sein :-( jeden falls steht da nur noch 'PUK eingeben". ich bin total verzweifelt, weil ich den PUK echt verhaspelt hab :-(
dazu kommt, dass ich nicht in dtl bin und ich keinen schimmer hab, wie ich das hinbekommen soll. ich bin so auf's handy angewiesen und ich haenge daran!!
liebe gruesse, andrea

 

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